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Die Hanse im Baltikum

Seit über 20 Jahren bereiten wir Gruppen und Vereinen - von unserem Büro in Sottrum aus - ereignisreiche und unvergessliche Urlaubsmomente in den unterschiedlichsten Destinationen Europas und Russlands. Mit dieser Lage zwischen den beiden großen Hansestädten Bremen und Hamburg ist es kein Wunder, dass wir uns irgendwann fragten – was ist denn eigentlich genau diese „Hanse“ und wo gibt es vielleicht noch weitere Hansestädte, die wir Ihnen auf unseren Gruppenreisen zeigen sollten? Gefragt, getan, machten wir uns auf zu einer spannenden Entdeckungstour durch die Jahrhunderte.  In diesem Artikel, aber natürlich auch auf unseren Gruppenreisen, wollen wir Sie nun mit auf eine Reise entlang der Spuren dieses mächtigen Handelsbundes nehmen. Unser erstes Ziel: das Baltikum.   

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Gruppenreisen ins Baltikum
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Wer oder was war die Hanse?

Stellen Sie sich vor Sie möchten morgen in den Urlaub fahren. Sie fühlen sich allerdings nicht (mehr) wohl, diese Reise allein anzutreten, Sie möchten zudem das Meiste aus Ihrem Urlaub rausholen und nebenbei ggf. auch noch ein paar gleichgesinnte Urlaubsbekanntschaften machen?! Dann entscheiden Sie sich womöglich und glücklicherweise dafür, in einer Busreisegruppe – organisiert von WTS – Ihr nächstes Urlaubsziel zu erkunden.

Mitte des 12. Jahrhunderts hatten einige handeltreibende Kaufleute ähnliche Gedanken. Um die Sicherheit ihrer Überfahrten zu erhöhen, ihre wirtschaftlichen Interessen stärker vertreten zu können und den eigenen Handel im Ausland zu fördern, schlossen Sie sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen – der „Hanse“. Diese Schar (ahd. für Hanse) an Kaufleuten fuhr zunächst nur regelmäßig Gotland  an. Doch schon nach kurzer Zeit traten mehr und mehr Kaufleute aus unterschiedlichsten Städten, wie z.B. Bremen, Hamburg, Lübeck, Danzig oder Riga, dieser Fahrgemeinschaft bei und erweiterten damit ebenfalls das Areal, in dem die Hanse von nun an Handel betrieb.

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Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die aufstrebende Reichsstadt Lübeck zum Haupt der Hanse und löste damit die ursprüngliche Fahrgemeinschaft der Gotlandfahrer in dieser Rolle ab. Damit wandelte sich gleichzeitig der Charakter der Hanse, von einer „Kaufmannshanse“ zur „Städtehanse“. 1358 war erstmal die Rede von den

„steden van der dudeschen hense“

und dies waren nicht wenige: zu ihrer Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert gehörten fast 200 Städte dieser lockeren Verbindung an. Von London und Brügge im Westen, über Bergen im Norden, bis nach Nowgorod im Osten dominierte die Hanse den Handel im gesamten Nord- und Ostseeraum.
Mit Ende des 15. Jahrhunderts begann jedoch der Niedergang dieses starken Bündnisses, denn mit Vordringen der englischen und niederländischen Kaufleute, der Bevorzugung heimischer Kaufleute für den Handel in England, Holland und Russland und der Verlagerung der Handelsströme nach Westen in Richtung der Neuen Welt, verlor die Hanse immer schneller an Vormachtstellung im Nord- und Ostseeraum. Noch bis ins 17. Jahrhundert bestand dieses Bündnis fort, hatte jedoch keine Wirtschaftsmacht mehr.

Dort wo einst Handel betrieben wurde...

Eine Reise auf den Spuren dieses Handelsbündnisses bedeutet somit, dass Sie Ihrer Reise-to-do-Liste viele unterschiedliche Urlaubsziele hinzufügen können, denn immerhin bis zu 16 Länder und insgesamt 192 Städte waren zu Hochzeiten Mitglieder dieses Bündnisses. Ob Hansestädte, deren erlangten Wohlstand Sie noch heute an wertvollen Kultur- und Baudenkmälern erkennen können oder wichtige Handelsplätze im Ausland, die mit Außenposten, den s.g. Kontoren, bestückt waren – Vielfalt ist hierbei garantiert. Auf dem ersten Teilstück der Reise entlang der Handelsrouten der Hansekaufmänner nehmen wir Sie mit auf eine Entdeckungstour durch die drei baltischen Länder Estland, Litauen und Lettland.

Estland

Sprechen wir von Hansestädten, dann kommen Ihnen vermutlich auch direkt Städte wie Bremen, Hamburg oder Wismar in den Sinn. Wir beginnen unsere Reise zu den hanseatischen Mitgliedern jedoch am nordöstlichen Punkt des Bündnisses – in Tallinn, bzw. dem ehemaligen Reval. Eine turbulente Eroberungsgeschichte bescherte Reval bis zum 13. Jahrhundert viele Deutsche Bewohner, die vor allen Dingen durch eine Oberschicht geprägt war, die aus Kaufleuten bestand, welche wiederum einen engen Kontakt zur Hanse pflegten. Es war somit nicht überraschend, dass auch Reval zu einem wichtigen Knotenpunkt im hanseatischen Handel wurde und bald schon eine Schlüsselstellung für den Handel mit dem Russischen Reich und anderen östlichen Städten einnahm. Noch heute können Sie auf einer Gruppenreise nach Tallinn, die mittelalterliche Stadtmauer mit ihren zahlreichen Türmen bestaunen, die von dieser geschäftigen Handelszeit zeugt. Keine andere Altstadt Europas ist heute noch so gut erhalten – kein Wunder also, dass Sie auf Ihrer Reise den mittelalterlichen Charme spüren können, der die Erinnerung an die Hanse noch heute präsent hält. Patrizierhäuser, jahrhundertealte Speicher, Gilden und Türme bescherten Tallinn daher auch den UNESCO-Welterbetitel als „außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen Nordeuropäischen Handelsstadt“.

Erfahren Sie mehr über Welterbetitel

Wie auch in Deutschland gehörte in Estland nicht nur eine Stadt dem Hansebund an. Drei weitere Städte konnten von den Handelsprivilegien profitieren und sind auch heute bei Ihrer Baltikumreise einen Besuch wert. Früher als wichtiger eisfreier Hafen für den Transport von Waren zwischen Nord- und Mittellivland bekannt, ist diese Stadt im Westen des Landes heute vor allen Dingen als Reiseziel mit einem kilometerlangen Sandstrand, alten Alleen und Jugendstilvillen aus Holz beliebt: Pärnu.

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Östlich dieses Seebads gelegen, nahe des Peipussee, der fast die gesamte östliche Staatsgrenze zwischen Estland und Russland bildet, liegt die älteste Stadt der baltischen Länder Tartu. Zuerst erwähnt um 1030 war die Stadt auf Grund ihrer Nähe zur Grenze ein wichtiges Bindeglied im Handel mit Russland. Auf einer Gruppenreise in die Stadt, die heute noch Estlands älteste Universität beheimatet, können Sie die große Backsteinkirche besuchen, die noch aus der Zeit stammt als der Hansehandel die Stadt prägte. Das restliche mittelalterliche Gesicht der Stadt wurde leider 1775, während eines großen Brandes, fast vollständig zerstört. Die kleinste – nicht weniger sehenswerte – Hansestadt Estlands liegt mittig zwischen Pärnu und Tartu. Viljandi, 1346 als Hansestadt in Dokumenten der Hanse erwähnt, bezaubert Reisende heute mit kleinen Straßen, Backstein- und Holzarchitektur, einer historischen Brücke und den Ruinen einer Deutschordenfestung. Zwar wurde ein Großteil der mittelalterlichen Architektur im Livländischen Krieg zerstört, die Stadt hat sich jedoch stattdessen einen besonderen Künstlercharme bewahrt.

Lettland

Auch beim lettischen Nachbarn war der Einfluss der Hanse nicht weniger umfangreich. Gleich acht Hansestädte können Sie sich bei einer Reise durch die lettische Landschaft anschauen. Besonders beliebt bei einer Gruppenreise ist hierbei natürlich die Hauptstadt Riga. Schon vor 800 Jahren kamen die ersten Kaufleute in die Stadt. Um Riga als wichtigsten Handelsplatz zu stärken, wurde der bis dato genutzte Semgallerhafen am Unterlauf der Lielupe im 12. Jahrhundert geschlossen und so wuchs die Stadt zu einer der am meist entwickelten Städte der Hanse heran. Noch heute erinnern die Große und die kleine Gilde, das wiedererbaute Schwarzhäupterhaus und die mittelalterlichen Speicher, während einer Gruppenreise, an die Hansezeit und tragen somit dazu bei, dass die UNESCO das historische Zentrum Rigas als „Meisterwerk des menschlichen Schaffens“ ausgezeichnet hat.


Wissen to go

In den Hansestädten des Baltikums ist ein Schwarzhäupterhaus (auch Schwarzenhäupterhaus) das Versammlungshaus der Bruderschaft der Schwarzhäupter, einer Vereinigung unverheirateter Kaufleute.

Auch einen Besuch der einzigartigen Natur Lettlands können Sie auf Ihrer Gruppenreise zu den Spuren der Hanse einplanen. Denn am Rand des idyllischen Gauja Nationalpark liegt mit Cesis eine kleinere Hansestadt Lettlands. Die Lage am Fluss Gauja und an der Handelsstraßen nach Riga trug dazu bei, dass sich die Stadt nach ihrer Gründung schnell zu einer blühenden Handelsstadt entwickelte. Noch heute können Sie auf Ihrer Reise durch die alten Straßen bummeln, die das Hanseflair des Mittelalters ausstrahlen. Hätten Sie zudem gewusst, dass Cesis laut Überlieferungen ebenfalls die Geburtsstadt der lettischen Flagge ist? Während eines Kampfes soll hier der lettische König Visvaldis tödlich verletzt worden sein. Er starb auf der weißen Flagge der Kapitulation, die sich zu beiden Seiten seines Körpers in tiefem Rot färbte. Das rot-weiß-rote Banner ist seit 1870 offiziell die lettische Nationalflagge.

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Wie auch auf einer Reise müssen wir in diesem Artikel natürlich Prioritäten setzen und können Ihnen daher leider nicht alle der – nicht weniger sehenswerten – Hansestädte Lettlands vorstellen. Aber vielleicht statten Sie der ein oder anderen Stadt ja auf Ihren Reisen trotzdem noch einen Besuch ab, z.B. Koknese, deren Wahrzeichen die Burg aus dem 13. Jahrhundert ist, Valmiere, die Stadt, die im Laufe ihrer Geschichte min. 20 Mal abgebrannt ist oder auch Kuldiga, wo Sie Ventas rumba, den breitesten Wasserfall Europas, besichtigen können.

Litauen

In zwei baltischen Staaten können Sie also ohne Zweifel ein gutes Dutzend Hansestädte bereisen und viel Spannendes aus dieser ehemals geschäftigen Zeit wiederentdecken. Wie aber steht es um den dritten Staat im Bunde? Durch die Lage an der Ostsee und den Grenzen zu Russland und Weißrussland würden Sie vermutlich auch denken, dass in Litauen viele ehemalige Hansestädte versteckt sind. Tatsächlich ist es aber nur eine Einzige. Und dabei handelt es sich nicht etwa um die Hauptstadt Vilnius oder die an der Küste gelegene Stadt Klaipeda – nein, die einzige Hansestadt Litauens lag in der Mitte des Landes. Eine Reise hierher, ins Herz Litauens, nach Kaunas  verspricht ein Urlaubserlebnis mit unzähligen Möglichkeiten in einzigartiger Atmosphäre. Umgeben von den zwei großen Flüssen des Landes – Memel und Neris – entwickelte sich Kaunas bis 1441 zum Zentrum für den Handel mit Westeuropa und wurde daher ebenfalls Handelssitz der Hanse-Kaufleute. Noch heute pflegt die mittlerweile zweitgrößte Stadt des Landes ihre alten Traditionen und hat sich neben einem wichtigen Wirtschaftsstandort auch zu einem wichtigen Standort für Wissenschaft, Industrie und Kultur entwickelt.

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Auf Ihrer Gruppenreise nach Kaunas werden Sie bei einem Bummel durch die Altstadt noch viele erhalten gebliebene Bauwerke und Strukturen erkennen können, u.a. die Burg – gleichzeitig auch älteste, steinerne Burg Litauens – oder auch die vielen Häuser deutscher Kaufleute, die sich rund um den Rathausplatz aufreihen. Eine Erkundungstour durch die Geschichte macht natürlich auch durstig, wie gut, dass Sie in Kaunas sind, denn auch die Kneipen bildeten hier eine wichtige wirtschaftliche Einheit. Im 16. Jahrhundert waren in insgesamt 416 Häusern 188 Kneipen eingerichtet. Probieren Sie also auf Ihrer Reise auch unbedingt eines der litauischen Biere, welches auf eine lange Brautradition zurückblicken kann. Į sveikatą - Prost!

Auch wenn der Hansebund in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiert – gut zu wissen: 1980 bildete sich die „Neue Hanse“, um den Geist der Hanse als Lebens- und Kulturgemeinschaft der Städte lebendig zu halten – so hat er viele Städte dauerhaft bereichert und gibt uns heute die Möglichkeit für Sie einzigartige Gruppenreisen zu kreieren, auf denen Sie mittelalterliche Altstädte, imposante Bauwerke und traditionelle Leckereien, verbunden mit dem einmaligen Geist der Geschichte, entdecken können.

Falls Sie nun ebenfalls auf den Geschmack gekommen sind, die Segel zu setzen und sich auf die Spuren der Hanse zu begeben, dann zögern Sie nicht und stöbern Sie in unserem Angebot an Gruppenreisen. Mit Sicherheit ist die passende Reise in Ihre neue Lieblingshansestadt dabei!

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