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Bauwerke an den ungewöhnlichsten Orten der Welt

Kennen Sie die Geschichte von Atlantis, der versunkenen Stadt? Platon, ein griechischer Philosoph aus der Antike, erzählte den Menschen vor über 2.000 Jahren eine sagenhafte Geschichte über die einst wohl prächtigste Stadt der Welt, die innerhalb eines Tages und einer Nacht in den Fluten des Meeres unterging. Seither ranken sich so einige Geschichten um die Stadt, die selbst heute noch von Wissenschaftlern gesucht wird – bisher leider vergeblich. Also alles nur ein Mythos? Klar ist, wir werden Atlantis wohl nie besuchen können. Anders sieht es allerdings bei den Orten aus, die wir gleich vorstellen möchten. Klöster über den Wolken, unterirdische Städte und Gebäude, die an Felsen „kleben“. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Oder doch nicht? Besuchen Sie auf einer Gruppenreise teils ganz gewöhnliche Bauwerke an ziemlich ungewöhnlichen Orten.

Artikel von
Die größte Höhlenburg der Welt - Burg Predjama

Dabei ist meist angenommen worden, dass ein Bauwerk erst anfange ein Kunstwerk zu werden, wenn es mehr tue als dem bloßen Bedürfnis zu genügen

Hermann Muthesius

In den Fels gehauen

Jeder, der einmal eine Burg besichtigt hat, weiß, dass damals besonders die Lage einer Burg von großer Bedeutung war. Um bei feindlichen Angriffen besser geschützt zu sein, wurden Burgen bevorzugt neben Flüssen, Felsen oder auch auf Bergen gebaut. Die erhöhte Lage auf dem Berg hatte sogar gleich zwei Vorteile: Die Burg konnte einerseits nicht so schnell eingenommen werden, zum anderen konnten die Burgbewohner schon weit im Voraus erkennen, ob und wer sich der Burg nähert. Einige „Bauherren“ dieser Zeit gingen aber noch einen Schritt weiter. Sie bauten nicht auf dem Berg, sondern einfach mitten hinein. So z.B. in Slowenien. Die Burg Predjama gilt heute als die größte Höhlenburg der Welt und befindet sich an einer 123 m hohen, senkrechten Felswand in der Nähe von Postojna (zu deutsch: Adelsberg).

Eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche - Kloster Ostrog

Natürlich lassen sich die geografischen Vorteile einer Burg aber auch auf andere Bauwerke übertragen. Im Jahr 1665 gründete Vasilija Jovanovic ein Kloster im heutigen Montenegro, nachdem sein ursprüngliches Kloster von den Türken zerstört worden war. Das neue Kloster sollte uneinnehmbar sein, und so meißelte der Heilige mithilfe von 30 Mönchen das Kloster auf 900 m Höhe mitten in einen Berg. Genießen Sie während einer Gruppenreise den Blick auf die weißen Felsmauern, wenn Sie mit den kleinen Shuttlebussen hinauf zum Kloster fahren.

Eines der neuen 7 Weltwunder - die Ruinenstätte Petra (Felsenstadt)

Und wem das noch nicht genug ist, der sollte während einer Kreuzfahrt auf den Spuren der ereignisreichen Jahrhunderte Eurasiens der Felsenstadt Petra einen Besuch abstatten. Das bekannteste Bauwerk dieser Ruinenstätte im heutigen Jordanien ist das Khazne al-Firaun mit seiner fast 40 m hohen und 25 m breiten Fassade, welche direkt in den Fels geschlagen wurde. Die Stadt besteht aus mehr als 800 Baudenkmälern, die bis heute erhalten geblieben sind.

Unesco-Weltkulturerbe - die schwebenden Meteora-Klöster

Über den Wolken…

…„muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. So heißt es zumindest in dem Evergreen von Reinhard Mey. Das haben sich vielleicht auch die Erbauer der Meteora-Klöster in Griechenland  gedacht. Die 24 Klöster wurden nämlich auf hohen Sandsteinfelsen erbaut und scheinen bei Dunst sogar manchmal zu schweben. Nur noch sechs der Klöster sind heute bewohnt. Teils, weil die anderen Klöster zu schwer erreichbar sind, teils weil Einsturzgefahr herrscht. Nichts desto trotz sollten die Klöster während einer Gruppenreise ganz oben auf der Bucket-List stehen.

Seit Jahren gehört Griechenland zu den Top-Reisezielen weltweit. Beliebt bei den Urlaubern sind neben den vorgelagerten Inseln auch das Festland und die Insel Peloponnes.
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Ein ähnliches Bild bietet sich aber auch gar nicht so weit entfernt in der Sächsischen Schweiz im Elbsandsteingebirge. Die Bastei ist die berühmteste Felsformation der Sächsischen Schweiz und daher auch das beliebteste Ausflugsziel der Region. Eine 76,5 m lange Brücke zieht sich in schwindelerregender Höhe durch die Felsen und dient nicht nur als malerisches Fotomotiv, sondern eignet sich auch hervorragend für einen Wanderausflug.

Eine magische Untertagewelt - das Salzbergwerk Wieliczka

Eine Stadt unter der Stadt

Ja, Sie haben richtig gelesen! Nicht nur einzelne Bauwerke, sondern ganze Städte können an ungewöhnlichen Orten gebaut werden. Das Salzbergwerk Wieliczka in der gleichnamigen Stadt bei Krakau ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke der Welt. Das liegt vermutlich auch daran, dass sich hier unter Tage eine ganz neue Stadt entwickelt hat. Nachdem die Salzquellen Ende des 13. Jahrhunderts erschöpft waren, zogen die Bergmänner in das Bergwerk ein, um nach Salzsolen zu suchen. Sie machten es sich bequem und schufen im Laufe der Jahre Seen, Statuen und sogar zwei Kapellen. Heute existieren sogar ein Restaurant und ein Sanatorium und es werden jährlich zahlreiche Partys, Bälle und Konzerte veranstaltet.

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Etwas unheimlich, aber nicht weniger spannend sind die Katakomben in Paris. Das Labyrinth aus über 300 km Tunnelnetz unterhalb der „Stadt der Liebe“ entstand bereits vor etwa 2.000 Jahren, als dort Gestein, Lehm und andere Materialien für den Bau von Gebäuden abgebaut wurde. Nachdem der Boden unter einigen Straßen und Häusern nachgab, wurden die Steinbrüche zunächst geschlossen und Ende des 18. Jahrhunderts, als der Platz auf den Friedhöfen zu Ende ging, zu dem gemacht, was Sie heute sind. Auch wenn die Katakomben zu den Sehenswürdigkeiten von Paris zählen, empfehlen wir Ihnen, sich während einer Gruppenreise lieber an der frischen Luft aufzuhalten, z.B. auf Entdeckungstour entlang der uralten Monumente oder in einem der zahlreichen Bistros.

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Kennen Sie Lummerland?

Michael Ende erzählt in seinen Büchern von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, die auf einer kleinen Insel namens Lummerland leben. „Lummerland“, so heißt es, „war nur sehr klein. Es war sogar außerordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China. Es war ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung und bestand zum größten Teil aus einem Berg mit zwei Gipfeln, einem hohen und einem, der etwas niedriger war.“ Und auch wenn die meisten realen Inseln zumindest etwas größer sind, so stellen sich viele vermutlich das Leben auf einer Insel erst einmal ziemlich entspannt  vor, ohne viele Menschen und mit dem Meer direkt vor der Haustür. Das trifft bei einigen Inseln mal mehr, bei anderen weniger zu. Wer allerdings in der Gemeinde Le Mont-Saint-Michel auf der gleichnamigen Insel lebt, teilt sich diese mit gerade einmal 29 weiteren Bewohnern. Die Klosterinsel mit nur 830 m Umfang liegt in der französischen Normandie, knapp einen Kilometer von der Küste entfernt  und war ursprünglich nur bei Niedrigwasser erreichbar. Nach dem Bau eines Dammes versandete die Bucht allerdings zunehmend, sodass der Inselcharakter zum Schluss immer weiter verloren ging. Heute führt eine einen Kilometer lange, kurvige Stelzenbrücke zur Insel.  Eine ganz ähnliche Insel finden Sie übrigens an der Südwestspitze Englands in Cornwall. St. Michael´s Mount ist ebenfalls eine Gezeiteninsel und nur per Fähre oder bei Niedrigwasser über einen schmalen Damm erreichbar.

Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem man die Welt mit anderen Augen betrachtet

Marcel Proust

Ungewollte Touristenattraktionen

Neben all den Bauwerken, die ganz bewusst auf außergewöhnlichen Plätzen erbaut wurden, gibt es aber auch solche Bauwerke, die -ähnlich wie das sagenumwobene Atlantis- nur durch teils traurige Umstände zu einer Touristenattraktion geworden sind. In Südtirol, nahe der Grenze zu Österreich und der Schweiz befindet sich in der Gemeinde Graun der versunkene Kirchturm mitten im Reschensee. Als die Kirche allerdings im 14. Jahrhundert erbaut wurde, umgaben noch drei Seen die Kirche. Als 1950 im Rahmen einer Stauung durch die faschistische Regierung zwei der Seen zusammengeführt wurden, versank nicht nur die Kirche, sondern das gesamte Dorf im Wasser. Mehr als 163 Häuser wurden zerstört und 500 Hektar fruchtbarer Kulturboden geflutet.

Möchten Sie mehr erfahren über die Geschichte einiger der schönsten Stätten.

Sie sehen: Klöster über den Wolken, unterirdische Städte und Gebäude, die an Felsen kleben sind eben doch nicht zu schön, um wahr zu sein. Haben Sie Lust bekommen, diese oder auch die zahlreichen weiteren Bauwerke an den ungewöhnlichsten Orten der Welt einmal mit eigenen Augen zu sehen? Dann suchen Sie Ihr Reisegepäck zusammen und auf geht´s !